Über uns

Q & A mit Walter Hattensperger und Horst Bökesch

Pfeilbiber
- Q -

"Hallo ihr zwei!
Ihr habt im Jahr 2002 euer Unternehmen "Targetpanic" gegründet. Könnt ihr kurz darstellen, was sich in den letzten Jahren bei euch getan hat."

- A -

"Ich habe die Firma 2002 gegründet und Horst ist Anfang 2006 in die Firma eingetreten. Unsere Firmenpolitik war von Anfang an auf gute Kundenberatung, schnellen Versand und gute Preise ausgerichtet. Unser großes Lager ermöglicht es uns, Bestellungen zum größten Teil noch am gleichen Tag zu verschicken. Das ist in dieser Branche leider immer noch nicht selbstverständlich, hat uns aber ein stetiges Wachstum beschert. Anfang letzten Jahres haben wir unseren Firmensitz ausserhalb von Taufkirchen an der Vils nach "Lain am See" verlegt. Hier verfügen wir nun über eine Ladenfläche von ca. 300 qm und eine Lagerfläche von 450 qm. Darüber hinaus befindet sich unser 3-D Parcours unmittelbar vor Ort und ein weiterer Parcours nur 10 km entfernt unmittelbar vor dem Ortseingang von Taufkirchen an der Vils (BJ - Parcours)"


- Q -

"Wieso habt ihr euch für den traditionellen Bereich entschieden?"

- A -

"Wir kommen beide aus dem traditionellen Bereich mit mehr oder weniger langen Ausflügen in den Compound- und Armbrustbereich. Unser Herz hängt aber am traditionellen Bogenschiessen und vom „Know-how“ her macht uns da so leicht keiner was vor." Wir beide haben in unserer Laufbahn zahlreiche Turniersiege eingefahren und Horst war immerhin zweimaliger IFAA Welt und Europameister in der Langbogenklasse!!


- Q -

"Worauf kommt es heute im Geschäft an?"

- A -

"Wichtig ist in erster Linie die Kundenzufriedenheit, die wiederum aus bestem Service gepaart mit besten Preisen resultiert. Anders wird es heutzutage nicht mehr dauerhaft funktionieren. Es fördert natürlich auch die Kundenfrequenz, wenn so wie bei uns 2 Parcours in unmittelbarer Nähe zu Verfügung stehen und man den Einkauf mit einem anschließenden Parcoursbesuch verbinden kann."


- Q -

"Wie entwickelt sich der (traditionelle) Bogensport?"

- A -

"Der traditionelle Bogensport hat sich in den vergangenen 5 Jahren recht rasant entwickelt, sowohl was die reine Anzahl der Schützen angeht, als auch deren Können. Heute werden Ergebnisse geschossen, die hätte man vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten. Es gibt eine immer steigende Zahl an „ernsthaften“ Leistungsschützen die einen ungeheuren Trainingsaufwand betreiben, der letztlich auch zu deutlich gestiegenen Leistungen führt.
Auf der anderen Seite steigt auch die Zahl der „Hobby“-Schützen die durch das Bogenschießen einen effektiven Weg der aktiven Erholung suchen und einfach nur schießen weil es Spaß macht. Unsere Meinung ist ohnehin, dass der Beste Bogenschütze der ist, der am meisten Spaß daran hat."


- Q -

"Wie schwierig war es für euch die Genehmigungen für euren Parcours zu bekommen?"

- A -

"Wir arbeiten eng mit der Stadtverwaltung zusammen – Kurse für Kinder, Kinderfeste des Ortes, etc. Durch diese enge Zusammenarbeit und der absolut sicheren Auslegung des Parcours war es nicht allzu schwierig die Genehmigung zu bekommen. Möglicherweise ist das in kleineren Orten leichter als in großen Metropolen."


- Q -

"Was macht ihr, dass vor allem Bogen-Neulinge auf den Parcours die Sicherheitsbestimmungen wissen, bzw. einhalten."

- A -

"Anfänger sind nur nach vorhergehender Einweisung, oder in Begleitung eines/r parcourserfahrenen Schützen/in auf dem Parcours erlaubt!!. Wichtiger ist auch das Erlernen einer guten Schießtechnik. Diese wiederum gibt es erst nach einigen Wochen auf dem Trainingsplatz. Dort kommen Neulinge in Kontakt mit anderen Schützen und werden eigentlich immer von erfahrenen Schützen auf den ersten Parcoursbesuch begleitet. Natürlich haben wir unsere Sicherheitsbestimmungen bei der Anmeldung gut sichtbar und leserlich ausliegen und jeder Schütze sollte diese immer lesen, verstehen und einhalten. Eine lückenlose Überprüfung ist allerdings nicht möglich, da wir nicht den ganzen Tag am Parcours vor Ort sein können."


- Q -

"Wie verteilen sich eure Kunden? Gibt es so etwas was wie spezielle Kundengruppen."

- A -

"Von 8 – 80 Jahren alles dabei – keine speziellen Gruppen erkennbar."


- Q -

"Was sind eure wichtigsten Produkte?"

- A -

"Die 4 großen Bereiche sind Bögen, 3D-Ziele und Schiesszubehör. (Schäfte, Köcher etc.)" und seit ca. 3 Jahren mit deutlich steigender Tendenz Firmenevents und Kurse,
für deren Ausführung wir hier in Lain vor Ort bestens gerüstet sind.


- Q -

"Wie entwickelt sich eurer Meinung der Recurve- und der Langbogenbereich?"

- A -

"Beide entwickeln sich Leistungsorientierter in Richtung Technik. Bestes Beispiel Jagdrecurve (Metallmittelteil). Irgendwann kommt das traditionelle Visier wieder dran. (lacht)
Beim Langbogen werden Fiberglas, Carbon, Gewichte im Mittelteil und modernste Formen verwendet. Aber es müssen Holzpfeile benutzt werden. Da glaube ich, dass in naher Zukunft auf sämtlichen Turnieren Carbonpfeile auf Langbögen erlaubt sein werden. Zum größten Teil gibt es das in Norddeutschland schon und auch in Österreich haben das einige Veranstalter schon erkannt. Von nicht traditionell mit Carbonpfeilen kann auch keine Rede sein, wenn ich mir den modernen Langbogen so anschaue.
Howard Hill hat schon Alupfeile benutzt und bei Byron Ferguson sagt auch keiner er schießt nicht traditionell, weil er Easton Legacy Alus benutzt."


- Q -

"Wo seht ihr eure Stärken?"

- A -

"Da wir beide zusammen auf ca. 60 Jahren Erfahrung mit Pfeil und Bogen zurückblicken können, liegt unsere Stärke natürlich in der Beratung und Schulung. Den Schulungsbereich werden wir noch weiter ausbauen. Wir beschäftigen uns auch sehr viel mit neuem Material und natürlich auch Bögen und lernen immer wieder etwas dazu. Dieses Wissen fließt natürlich in die Beratung mit ein und wird von unseren Kunden sehr geschätzt. Wir bleiben nicht stehen. Dafür ist die Materie auch zu komplex und vielschichtig."


- Q -

"Wie seht ihr das Thema Beratung, auch in Hinblick auf das Internet."

- A -

"Beratung im Internet ist sehr schwer möglich, da nicht individuell auf einen Menschen eingegangen werden kann. Es spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle. Ist der Anfänger klein oder groß, stark oder schwach, kurze oder lange Arme usw. Ohne den Menschen zu sehen ist es schwierig das optimale Equipment zusammenzustellen. Leider begehen Neulinge immer wieder den Fehler sich im Internet ein vermeintlich günstiges, aber letzten Endes extrem teures, weil nicht passendes Starterset zu kaufen, anstatt sich von einem kundigen Händler oder Bogenschützen persönlich beraten zu lassen."


- Q -

"Wie oft kommt ihr selbst noch zum Schießen."

- A -

"Tja, wenn das Hobby zum Beruf wird, leidet das Hobby unweigerlich darunter. Wir schießen selbst immer noch mit Leidenschaft, Parcoursbesuche und Turniere haben aber stetig abgenommen, da wir jetzt auch Samstags geöffnet haben. Dafür nutzen wir die Zeit bei den Kontrollgängen auf unseren Parcours neue Bögen oder Ausrüstung zu testen. Das ist allerdings der Treffsicherheit nicht sehr förderlich. Durch das ständige Wechseln des Materials kommt kein Trainingseffekt zustande."


- Q -

"Wie seht ihr traditionelles Bogenschießen als Sport – Stichwort nationale und internationale Meisterschaften - und traditionelles Bogenschießen als reines Hobby?"

- A -

"Sowohl Leistungs- als auch Hobbyschießen hat im Werdegang eines Bogenschützen seine Berechtigung bzw. Reiz. Eine Meisterschaft zu schießen und sich darauf vorzubereiten, die Spannung während des Wettkampfs, der Kampf mit sich selbst. Mann lernt so einiges über sich und andere. Diese Erfahrung sollte man schon gemacht haben. Allerdings ist ein Parcoursbesuch mit Freunden ohne Wettkampfdruck – sprich Punkte zählen – noch schöner. Das ist ja gerade das Schöne am Bogenschießen. Jeder kann sich den Bereich aussuchen der ihm gefällt. Traditionelle Bogenschützen wollen und sollen sich möglichst wenig einschränken lassen."